ALBA und die gelbe Tonne 2
5. März 2012
Nachdem ALBA zum dritten Mal in diesem Jahr die gelbe Tonne bei uns am Donnerstag nicht geleert hatte, rief ich am Freitag mal wieder die Hotline der Firma an und wurde zunächst positiv überrascht. Eine freundliche und engagierte Dame versprach, sich der Sache anzunehmen und sich bei ihrer Logistik-Abteilung zu erkundigen, warum die Tonne wieder nicht geleert wurde und warum auch der versprochene Ersatztermin in der Vorwoche nicht eingehalten worden war. Danach wollte sie sich wieder telefonisch bei mir melden. Auf diesen Anruf warte ich allerdings noch immer. Mit anderen Worten: Egal ob man bei ALBA Reklamationen pampig oder freundlich entgegen nimmt, mit der Einhaltung irgendwelcher Zusagen darf man nicht rechnen.
Von einem Nachbar, der in einer kleinen, sehr überschaubaren Straße um die Ecke wohnt, erfuhr ich am Freitag übrigens auch noch, dass dort einige gelbe Tonnen geleert worden waren, andere aber nicht. Ohne erkennbare Gründe. Seine Tonne gehörte zu den ungeleerten.
ALBA und die gelbe Tonne
1. März 2012
Eigentlich hätte ich es wissen können. Seit die Firma ALBA 2008 die Entsorgung des Verpackungsmülls in Essen übernommen hat, blieb unsere gelbe Tonne in den ersten Wochen des Jahres öfter mal ungeleert. Warum sollte es in diesem Jahr anders sein?
In Woche 3 war es dann auch wieder so weit. Tonne am Vorabend auf die Straße gestellt, am Tag der vorgesehenen Leerung mehrmals überprüft: nichts passiert. D. h. “nichts” stimmt nicht so ganz. Wie immer, wenn unsere gelbe Tonne längere Zeit auf unserer sehr belebten Straße steht, entsorgen freundliche Nachbarn und Passanten darin ihren ganz normalen Müll. Also alles, was nicht in die gelbe Tonne gehört, wieder rausgefischt, in unsere graue Tonne geschmissen und bei der Firma ALBA unter 0800-2232555 angerufen. Dort hatte man natürlich keine Erklärung für die Verschmähung unserer Tonne und schlug uns vor, den Müll in Tüten zu sammeln und zwei Wochen später beim nächsten Leerungstermin wieder auf die Straße zu stellen. Kein Wort des Bedauerns oder der Entschuldigung.
In Woche 5 erfolgte die Leerung dann tatsächlich völlig problemlos, aber in Woche 7 blieb die gelbe Tonne wieder ungeleert. Dem neuerlichen Anruf bei der ALBA-Hotline folgte ein Erlebnis der besonderen Art. Eine gereizte Dame nahm meine Beschwerde entgegen und konterte meinen Hinweis, dass das nun schon zum zweiten Mal in diesem jungen Jahr passiert sei, allen Ernstes mit der pampigen Behauptung, das könne nicht sein, eine frühere Beschwerde von mir sei nirgendwo vermerkt, also habe es auch keine Probleme gegeben. Sie bot mir aber an, die gelbe Tonne am Freitag der folgenden Woche rauszustellen, weil an diesem Tag eine zusätzliche Tour zur Leerung von gelben Tonnen gefahren würde. Alles klar! Es gab also keine Probleme, hat auch nie welche gegeben, aber ALBA legt großzügigerweise eine Sonderschicht ein!?
Am folgenden Freitag stand die Tonne zur Leerung bereit. Wer nicht kam, war die Firma ALBA. Also Tonne wieder reingenommen und in Woche 9 zum regulären Leerungstermin vor die Tür gestellt. Die Firma ALBA glänzte aber auch an diesem Tage durch Abwesenheit.
Nun kann man raten, was das soll. Handelt es sich vielleicht um ein neues, gebührenfinanziertes Fitnessprogramm für Essener Bürger mit der gelben Tonne als Sportgerät? Oder doch nur um um ein besonders plumpes Verfahren zur Gewinnmaximierung nach dem Motto: Den größten Gewinn machen wir, wenn wir öfter mal gar nichts machen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Erfolgreiche Handwäsche des Druckkopfes meines Canon i9950
10. Januar 2012
Nach einer kurzen Auszeit über den Jahreswechsel wollte mein (A3-Foto-)Drucker Canon i9950 nicht mehr korrekt drucken. Vorlagen, die vor allem mit Grau- und Orange-Tönen arbeiten, wie mein Briefpapier und meine Visitenkarten, erschienen nur noch in einem blassen Mix aus Rot und Magenta. Zwei einfache Reinigungen und zwei weitere Intensivreinigungen konnten daran nichts ändern. Seltsamerweise wiesen aber die Testdrucke, die man nach einer Reinigung und nach einer Druckkopfausrichtung durchführen kann, alle Farbtöne auf. Und auch die Ausdrucke einfacher E-Mail- oder Word-Texte zeigten satte Schwarz- und Rot-Töne. Mysteriös!
Meine Recherche im Internet zeigte schnell, dass ich nicht der erste mit diesen Problemen war. Die Empfehlungen in verschiedenen Foren lauteten: Zuerst die üblichen Reinigungen versuchen. Wenn das nicht hilft, den Druckkopf reinigen. Und wenn das auch nichts bringt, einen neuen Druckkopf kaufen. Es gab aber auch Leidensgenossen, die berichteten, dass der Drucker selbst mit einem neuen Druckkopf nicht mehr funktionierte, sondern weiterhin nur blassrosafarbene Ausdrucke produzierte. Als Verursacher der Probleme wurden übrigens in der Regel billige Fremdtinten identifiziert, wie ich sie auch seit einigen Monaten benutzte.
Die üblichen Reinigungsversuche hatte ich ja nun schon hinter mir. An den Ausbau und die Reinigung des Druckkopfes traute ich mich nicht heran. Den Druckkopf stellte ich mir als massives, hochkompliziertes, wahnsinnig empfindliches Hightech-Bauteil vor, von dem ich als Laie die Finger lassen sollte.
Ein Anruf beim telefonischen Support von Canon bestätigte mich in dieser Auffassung. Mein Ansprechpartner dort hatte für das seltsame Verhalten meines Druckers keine Erklärung, empfahl mir, aktuelle Treiber zu installieren, es auch mal mit dem Drucken von einem anderen Comuter aus zu versuchen und, wenn das alles nicht helfen sollte, den Drucker in die Canon-Werkstatt zu bringen.
Tatsächlich brachte mich keine der Empfehlungen weiter. Auf den Drucker während einer Reparatur bei Canon womöglich wochenlang zu verzichten, erschien mir auch nicht gerade attraktiv. Also schnappte ich mir einige Ausdrucke und ging zum Computer-Händler meines Vertrauens, bei dem ich das Gerät auch gekauft habe.
Mein Händler hörte und sah sich die Sache an, verdächtigte den Druckkopf als Übeltäter, stellte fest, dass ein neuer ca. 140 Euro kosten würde und empfahl mir den Druckkopf einfach mal selbst mit destilliertem Wasser zu reinigen. Als ich ihm sagte, dass ich mich niemals an den Ausbau herantrauen würde, demonstrierte er mir an seinem eigenen Drucker im Laden, wo genau der Druckkopf sitzt und wie man ihn sehr leicht herausnehmen kann. Von “Ausbau” kann bei diesem einfachen Vorgang wirklich nicht die Rede sein.
Man öffnet einfach die Klappe des Druckers, als wenn man eine Tintenkartusche ersetzen wollte, und entnimmt alle Kartuschen. Die Kunstoffschale, in der die Kartuschen sitzen, läßt sich an den Seitenwänden leicht fassen und ohne weitere Umstände herausnehmen. Auf der Unterseite der Kunststoffschale befindet sich relativ unscheinbar, in Form eines metallisch glänzenden Feldes mit feinen, parallelen Schlitzen der Druckkopf.
In einer Salatschüssel habe ich den Druckkopf mit destilliertem Wasser – 5 Liter für 1,25 Euro – übergossen und kurz einweichen lassen. Die ersten beiden “Aufgüsse” ergaben eine pechschwarze Brühe, der vierte nur noch eine leichte Cyan-Färbung. Anscheinend hatte die Cyan-Tinte das Bauteil am hartnäckigsten verstopft. Nach dieser Handwäsche habe ich den Druckkopf im Freien gut ausgeschlagen und anschließend vorsichtig mit weichem Küchen-Krepp abgetupft, ohne die Metallteile und Kontakte zu berühren. “Eingebaut” waren Druckkopf und Tinten innerhalb von Sekunden, und dann kam der große Augenblick. Der Drucker nahm wie gewohnt die Arbeit auf. Der erste Ausdruck war noch etwas blass, dann funktionierte aber alles einwandfrei und ich bekam tadellose Ausdrucke.
Luna die blöde Kuh
13. Dezember 2011
In der Fernsehsendung “Menschen 2011″, dem Jahresrückblick des ZDF wird ein Mädchen vorgestellt, das auf einem Bauernhof lebt, sich ein Pferd wünscht, aus finanziellen Gründen keins bekommt und schließlich beginnt, auf einer Milchkuh zu reiten und dieser Kuh namens Luna sogar beibringt, mit ihr über Hindernisse zu springen. Das Mädchen zeigt, dass aus einer vermeintlich blöden Kuh, einem anonymen “Nutztier” ein wertvoller Spielkamerad mit beachtlichen Fähigkeiten und sogar eine gute Freundin werden kann. Und was macht die Redaktion der Sendung? Schenkt dem armen Mädchen ein Pferd, damit es nicht mehr auf einer Kuh reiten muß. Endlich was Richtiges!
Oh Herr, schmeiß Hirn auf diese Redaktion. Auch Kuh-Hirn dürfte eine enorme Verbesserung bringen.
Die Wellingtons und Dr. Pop rocken Pulheim-Dansweiler
22. November 2011
Am letzten Wochenende hatte ich das Glück und das Vergnügen, einen der seltenen Auftritte der Wellingtons aus Brauweiler, dem heimlichen Zentrum des Rocks, erleben und im Bild festhalten zu dürfen. Verstärkt wurden die Gummistiefel- und Feinripp-Rocker bei ihrem Auftritt in Pulheim-Dansweiler zeitweilig durch Dr. Pop, der für diesen Gig im Rahmen der Brauweiler Blogparty extra aus der Hauptstadt angereist war.
Henri Wellington hat Teile meines Bildmaterials zu dem obigen Film verarbeitet. Weitere Fotos vom Auftritt gibt es auf meiner Homepage.
Scroogle – finde ich gut!
10. November 2011
Nein, stimmt gar nicht. Scroogle finde ich sogar supergut!!! Wird übrigens empfohlen von diversen Daten- und Verbraucherschutzorganisationen, außerdem vom Chaos Computer Club.
“Scroogle ist ein Webdienst, der als Proxy für Googles Suchfunktion fungiert. Scroogle schützt dabei die Privatsphäre der Suchenden durch das Verhindern der Erfassung von Nutzeraktivitäten. Insbesondere Googles Logging und langfristige Speicherung der Nutzeraktivitäten mittels Cookies oder IP-Adressen werden vermieden. Diese Daten ließen dem Konzern ansonsten die Möglichkeit, anhand der eingegebenen Suchbegriffe und die auf den Ergebnisseiten verfolgten Links Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Benutzers zu ziehen.” (Wikipedia)
Oder einfacher: Scroogle leitet meine Suchanfrage auch an Google, baut aber vor und hinter der Datenkrake Filter ein, so dass meine Anfrage dort nicht gespeichert, zu einem Persönlichkeitsprofil zusammengestellt und an Werbetreibende oder sonst wen weitergegeben werden kann.
Scroogle läßt sich problemlos als Add On in Firefox einbinden. Die Anleitung dafür findet sich hier http://www.verbraucher-sicher-online.de/blog/scroogle-add-ons-fuer-den-firefox.
Wenn man Scroogle für die Suche benutzt, bekommt man nach meinen ersten Versuchen dieselben Ergebnisse wie bei Google – nur ohne Werbung und ohne Speicherung und Weiterverkauf der eigenen Daten wie bei der Datenkrake Google.
Viel Spaß beim scroogeln!
Zweite Essener Bildungskonferenz – Als meine Bilder laufen lernten
20. Oktober 2011
Knappe 90 Jahre nach der ersten Aufführung eines Tonfilms haben auch bei mir die Bilder laufen und sprechen gelernt. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für mich. Auch wenn noch einiges ruckelt und wackelt… das ist der Weg.
Buch-Messe in Maastricht
12. Oktober 2011
Beim Begriff Buchmesse denken die meisten von uns an die Großveranstaltung in Frankfurt, die gerade wieder ihren Anfang genommen hat. Ganz andere Assoziationen hatten wahrscheinlich die Besitzer der niederländischen Buchhandelskette Selexyz, die 2006 in Maastricht einen einzigartigen Wallfahrtsort für Buchliebhaber geschaffen haben, und zwar in einer ehemaligen Dominikaner-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Wer das Selexyz Dominicanen in der Dominikanerstraat 1 zum ersten Mal betritt, bleibt mit offenem Mund und großen Augen am Eingang stehen und versteht sofort, warum manche von einer der schönsten Buchhandlungen der Welt sprechen. Auf mehreren Etagen wird in der ältesten gotischen Kirche der Niederlande ein Buchsortiment präsentiert, das einer Universitätsstadt würdig ist.
Mit Respekt vor dem alten Sakralbau wurden die für eine Buchhandlung notwendigen Regale aus schwarzem Stahl in dem bis zu 23 Meter hohen Kirchenschiff platziert, ohne z.B. im linken Seitenschiff das älteste Bildnis Thomas von Aquins aus dem Jahre 1337 zu verstellen. In der Vergangenheit war man auch schon anders mit dieser Kirche umgegangen. Seit 1804 hatte die ehemalige Dominikaner-Kirche als Pferdestall und Hinrichtungsplatz gedient, später als Veranstaltungsort für Boxkämpfe, Autoausstellungen und den beliebten Maastrichter Kinderkarneval. Das heutige Café im ehemaligen Chor der Kirche wirkt demgegenüber fast schon dezent.




