Schlosslichtspiele in Karlsruhe 2015 – Eine Nachlese

Bei den Feierlichkeiten zum 300. Stadtgeburtstag Karlsruhes im letzten Jahr gehörten die Lichtspiele auf der Fassade des Schlosses zu den Publikumslieblingen. Vom 7. August bis zum 17. September wird es deshalb in diesem Jahr eine Neuauflage geben. Auch heute noch werden bei mir immer wieder Fotos vom letztjährigen Ereignis abgerufen, und dabei ist mir aufgefallen, dass ich viele Aufnahmen nie veröffentlicht habe. Deshalb hier und jetzt eine kleine Nachlese:

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit"300 Fragmente" von Maxin10sity © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit „300 Fragmente“ von Maxin10sity  © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit"300 Fragmente" von Maxin10sity © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit „300 Fragmente“ von Maxin10sity  © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit"300 Fragmente" von Maxin10sity © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit „300 Fragmente“ von Maxin10sity  © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit"300 Fragmente" von Maxin10sity © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit „300 Fragmente“ von Maxin10sity  © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit"300 Fragmente" von Maxin10sity © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit „300 Fragmente“ von Maxin10sity  © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit"300 Fragmente" von Maxin10sity © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit „300 Fragmente“ von Maxin10sity  © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit"300 Fragmente" von Maxin10sity © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe mit „300 Fragmente“ von Maxin10sity  © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe 2015 © Michael Kneffel

Schlosslichtspiele in Karlsruhe 2015  © Michael Kneffel

Ich bin nicht Böhmermann…

… und halte seine Schmähschrift über Erdogan auch nicht für Satire, sondern für eine Ansammlung plumper Beleidigungen auf Stammtischniveau, mit dem einzigen Ziel, zu provozieren und einen großen Wirbel zu verursachen. Nutznießer der ganzen Aktion? Böhmermann. Wer seine Verse nicht beleidigend findet, sollte den Namen Erdogan versuchsweise durch die Namen Gauck, Obama oder Hollande ersetzen. Ich habe zudem den Verdacht, Böhmermann macht sich gar nicht so sehr über Erdogan lustig, sondern über die deutschen Medien, die Politik und Teile der deutschen Öffentlichkeit, die er mit  ihren reflexartigen Reaktionen und Empörungsritualen vor- und am Nasenring durch die Manege führt. Böhmermann empfinde ich deshalb auch nicht als Verteidiger der Meinungs- und Kunstfreiheit, sondern eher als Manipulator, der es geschickt versteht, den eigenen Namen in aller Munde zu bringen und als Top-Marke auf dem Feld der deutschen Fernsehunterhaltung zu verankern. Unantastbar, mit sebstgestricktem Helden- bzw. Märtyrermythos.

Erdogan hat nicht erst in den vergangenen Wochen und Monaten ausreichend Anlässe geboten, sich mit ihm inhaltlich, politisch und in aller Härte auseinanderzusetzen. Das scheint aber aus den bekannten Gründen im Moment nur wenigen opportun zu sein. Die gegenwärtige Debatte eröffnet viele Nebenschauplätze. Am Ende wird davon neben Böhmermann vor allem Erdogan profitieren.

(Gelegentlich veröffentlicht das WordPress-System unter meinen Beiträgen Werbung. Mitunter ziemlich seltsame. Ich habe darauf keinen Einfluss und verdiene nichts daran.)

Nostalgische Gefühle auf der Motorshow

Chevrolet 3100 © Michael Kneffel

Chevrolet 3100 © Michael Kneffel

Autos machen mich nicht an, schon gar nicht die aufgemotzten Exemplare, die vor einigen Tagen wieder auf der Essener Motorshow zu sehen waren. Mein eigenes Auto ist neun Jahre alt, und wenn ich mir aus der aktuellen weltweiten Autoproduktion ein neues aussuchen müßte, würde ich mich wahrscheinlich für den Daihatsu Trevis entscheiden. Als ich das neulich einem Porsche-Fahrer erzählte, sind ihm nur deshalb nicht die Gesichtszüge völlig entglitten, weil er gar nicht wusste, wovon ich überhaupt rede. Der kleine Trevis erinnert mich immer an die Autos, mit denen Donald Duck oder Daniel Düsentrieb in den Micky-Maus-Heften meiner Kindheit durch die Geschichten fuhren.

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Nostalgische Gefühle sind es dann auch gewesen. die mich in diesem Jahr erneut auf die besagte Motorshow getrieben haben, nachdem ich dort im letzten Jahr einige alte, rostige, mehr oder weniger verdreckte alte Karren entdeckt habe, die mich gefühlsmäßig Jahrzehnte zurück katapultiert und schöne Erinnerungen mobilisiert haben, z. B. an alte amerikanische Filme wie American Grafitti.

Für andere bekennende Nostalgiker folgen hier noch einige Fundstücke:

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Fundstück Motorshow © Michael Kneffel

Mehr Fotos von der Motorshow gibt es hier zu sehen: http://michaelkneffel.de/ruhrgebiet/altekarren/index.html.

(Gelegentlich veröffenlicht WordPress unter meinen Artikeln Werbung, meistens ziemlich seltsame. Mir graut jetzt schon vor dem, was das System diesmal zum Stichwort Motorshow ausspucken wird. Ich habe darauf keinen Einfluss und verdiene auch nichts daran.)

IS-Sklavenmarkt in Essen – eine neue Aktion von 12thMemoRise

IS-Sklavenmarkt in Essen © Michael Kneffel

12thMemoRise bereitet eine Aktion in Essen vor © Michael Kneffel

Zunächst bin ich ziemlich irritiert, als ich gestern nach einem Einkauf in der Essener Innenstadt über den Willy-Brandt-Platz Richtung Hauptbahnhof gehe. Jede Menge junge Männer mit schwarzen Bärten und schwarzer Kleidung, die sich in arabischer Sprache miteinander unterhalten und ziemlich aufgeregt wirken. Dazwischen drei in farbigen, mittelalterlich wirkenden Gewändern mit Ritterhelmen und Kettenhemden. Bei einigen entdecke ich Embleme auf den Jacken, die mich an die Zeichen des IS erinnern. Ich bleibe stehen und sehe am Rande des Platzes etwa ein Dutzend junge Frauen, die von Kopf bis Fuß verschleiert sind oder entsprechende Kleidungsstücke anlegen. Einige von ihnen halten Kreuze in den Händen? Was soll das werden? Ein Aufmarsch von Salafisten? Eine Protestaktion? Gegen wen oder gegen was?

IS-Sklavenmarkt in Essen © Michael Kneffel

junge Frauen vor ihrem Auftritt als Sklavinnen © Michael Kneffel

Eine Frau mit Migrationshintergrund, die auch stehen geblieben ist, sieht mich fragend an und empört sich schließlich: „Die dürfen alle nach Deutschland kommen und dann hier machen, was sie wollen.“ Inzwischen habe ich bemerkt, dass einer der schwarzen Bärte falsch ist. Ich versuche die Frau zu beruhigen, indem ich sie darauf hinweise und ihr sage, dass es sich wahrscheinlich um eine Theateraktion handelt. Sie bleibt skeptisch und beobachtet die Szene weiter mit zusammengekniffenen Augen.

IS-Sklavenmarkt in Essen © Michael Kneffel

manche der Bärte sind falsch © Michael Kneffel

Am Ende des Platzes vor dem Kaufhof-Abgang wird aus mehreren Bierzelttischen eine Bühne gebaut und mit Teppichen belegt. Mehrere Ordner versuchen, mit einer blauen Leine eine rechteckige Fläche abzusperren, auf der sich allmählich die Schwarzgekleideten in Reihen formieren. Inzwischen habe ich erfahren, dass hier ein Sklavenmarkt des IS inszeniert werden soll.

IS-Sklavenmarkt in Essen © Michael Kneffel

12thMemoRise auf dem Willy-Barandt-Platz © Michael Kneffel

Junge Muslime, die sich unter dem Namen 12thMemoRise zusammengeschlossen haben, wollen die Versteigerung junger islamischer und christlicher Frauen nachstellen. Sie wollen an den Terror des IS erinnern und gleichzeitig die Lebensbedingungen in den Ländern verdeutlichen, aus denen gegenwärtig Zehntausende nach Deutschland fliehen. Ein junger Mann sagt mir, dass er auch gegen die Auftritte von Salafisten protestiert, die in Essen regelmaeßig den Koran verteilen.

IS-Sklavenmarkt in Essen © Michael Kneffel

IS-Sklavenmarkt in Essen © Michael Kneffel

Von außerhalb der Absperrung verfolgen etwa zwei – bis dreihundert Menschen die Vorbereitungen auf dem Platz, die gespielte Versteigerung der Sklavinnen und schließlich die flammenden Appelle des Auktionators, der das Spiel abbricht und erklärt, worum es den jungen Akteuren geht. Die große Mehrheit der Zuschauer besitzt offensichtlich selbst einen Migrationshintergrund. Von den alteingesessenen Essener Bürgern, die über den Platz gehen, bleiben nur wenige stehen.

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MACK – Apollo in meinem Atelier, Heinz Mack im Museum Küppersmühle

Raum für Apollo © Michael Kneffel

„Ein Raum für Apollo“ von Heinz Mack © Michael Kneffel

Wer kräftige Farben und schöne Formen liebt, sollte diese Ausstellung nicht verpassen. Das Museum Küppersmühle in Duisburg stellt ab morgen Werke des ZERO-Künstlers Heinz Mack aus, die ganz überwiegend bisher noch nicht in Museen gezeigt wurden. Den Schwerpunkt bilden Macks großformatige, farbintensive Gemälde. Besonders beeindruckend ist der von ihm eigens für diese Schau gestaltete Farbraum, „Ein Raum für Apollo“.

 © Michael Kneffel

Pressekonferenz mit Eva Müller-Remmert, Heinz Mack und Walter Smerling © Michael Kneffel

Heute Vormittag wurde die Ausstellung von Museumsdirektor Walter Smerling und der Kuratorin Eva Müller-Remmert zusammen mit dem Künstler der Presse vorgestellt, und ich hatte das besondere Vergnügen, einen 84Jährigen kennen zu lernen, dessen Energie und Schaffensdrang ungebrochen zu sein scheint und der engagiert Positionen vertritt, die ganz explizit nicht im Mainstream der Kunstszene mitschwimmen sollen. Schönheit ist für ihn immer noch ein wichtiges Ideal, auch wenn dieser Begriff in den aktuellen Diskursen über Kunst keinen Platz mehr besitzt.

Heinz Mack kämpferisch © Michael Kneffel

Heinz Mack kämpferisch © Michael Kneffel

Neben 17 in ihrer Farbigkeit leuchtenden Gemälden präsentiert das Museum Macks Skulturengruppe „Die große Familie“  von 1997, neuere kinetische Objekte, Schlüsselwerke aus der ZERO-Zeit, utopische Entwürfe und Modelle für Innen- und Außenräume sowie das 2013 restaurierte „Große Licht-Prisma“ von 1983. Ein hochinteressanter Überblick über das Schaffen eines bemerkenswerten Künstlers.

Heinz Mack im Museum Küppersmühle 2015 © Michael Kneffel

Heinz Mack im Museum Küppersmühle 2015 © Michael Kneffel

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„Das Rheingold“ in der Jahrhunderthalle Bochum bei der Ruhrtriennale 2015 – in der Höhe des Raums

Solche Opernerlebnisse gibt´s im Stadttheater nicht. Dafür muss man zur Ruhrtriennale. In seinem ersten Intendantenjahr hat Johan Simons „Das Rheingold“ von Richard Wagner als Kreation aus Oper, Theater und Installation in den gewaltigen Raum der Bochumer Jahrhunderthalle inszeniert. Zusammen mit dem Dirigenten Teodor Currentzis und dem Techno-Künstler Mika Vainio erzählt er den ersten Teil der Wagnerschen Nibelungengeschichte als Geschichte des Ruhrgebiets, der Industrialisierung, der Arbeit unter Tage und des Kapitalismus. Dafür nutzt er die ganze Höhe und die Tiefe der ehemaligen Industriehalle. Hier einige Impressionen:

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Das Rheingold, Ruhrtriennale 2015 © Michael Kneffel

Weitere Fotos gibt es auf meiner Homepage zu sehen.