Unbekannte Van Goghs aufgetaucht

Olivenbaum im Mistral (c) Michael Kneffel

Olivenbaum im Mistral (c) Michael Kneffel

Wieder einmal steht der Kunstmarkt Kopf. Vor zwei Wochen wurden von einem Kunstexperten zwei bis dahin unbekannte Gemälde von Vincent van Gogh in einem kleinen Dorf in der Haute Provence entdeckt. Beide Werke stellen die für die Gegend typischen Olivenbäume während des Mistrals dar und werden nach weiteren Untersuchungen durch Experten noch in diesem Jahr in den Verkauf kommen. Kenner des Kunstmarktes gehen davon aus, dass der jüngste Versteigerungsrekord, den das Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch aufgestellt hat, bei weitem übertroffen werden wird.

Olivenbäume im Mistral (c) Michael Kneffel

Olivenbäume im Mistral (c) Michael Kneffel

Der Fund der beiden Meisterwerke stützt zudem eine neuere These, wonach sich der Maler sein Ohr als hilflose Reaktion auf eine sehr schmerzhafte Mittelohrentzündung abgeschnitten haben soll, die er sich im kalten Mistral beim Malen zugezogen hat. Der eisige Fallwind ist dafür bekannt, unzählige Bewohner der Provence in den Wahnsinn getrieben zu haben.

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Erfolgreiche Handwäsche des Druckkopfes meines Canon i9950

Nach einer kurzen Auszeit über den Jahreswechsel wollte mein (A3-Foto-)Drucker Canon i9950 nicht mehr korrekt drucken. Vorlagen, die vor allem mit Grau- und Orange-Tönen arbeiten, wie mein Briefpapier und meine Visitenkarten, erschienen nur noch in einem blassen Mix aus Rot und Magenta. Zwei einfache Reinigungen und zwei weitere Intensivreinigungen konnten daran nichts ändern. Seltsamerweise wiesen aber die Testdrucke, die man nach einer Reinigung und nach einer Druckkopfausrichtung durchführen kann, alle Farbtöne auf. Und auch die Ausdrucke einfacher E-Mail- oder Word-Texte zeigten satte Schwarz- und Rot-Töne. Mysteriös!

Meine Recherche im Internet zeigte schnell, dass ich nicht der erste mit diesen Problemen war. Die Empfehlungen in verschiedenen Foren lauteten: Zuerst die üblichen Reinigungen versuchen. Wenn das nicht hilft, den Druckkopf reinigen. Und wenn das auch nichts bringt, einen neuen Druckkopf kaufen. Es gab aber auch Leidensgenossen, die berichteten, dass der Drucker selbst mit einem neuen Druckkopf nicht mehr funktionierte, sondern weiterhin nur blassrosafarbene Ausdrucke produzierte. Als Verursacher der Probleme wurden übrigens in der Regel billige Fremdtinten identifiziert, wie ich sie auch seit einigen Monaten benutzte.

Die üblichen Reinigungsversuche hatte ich ja nun schon hinter mir. An den Ausbau und die Reinigung des Druckkopfes traute ich mich nicht heran. Den Druckkopf stellte ich mir als massives, hochkompliziertes, wahnsinnig empfindliches Hightech-Bauteil vor, von dem ich als Laie die Finger lassen sollte.

Ein Anruf beim telefonischen Support von Canon bestätigte mich in dieser Auffassung. Mein Ansprechpartner dort hatte für das seltsame Verhalten meines Druckers  keine Erklärung, empfahl mir, aktuelle Treiber zu installieren, es auch mal mit dem Drucken von einem anderen Comuter aus zu versuchen und, wenn das alles nicht helfen sollte, den Drucker in die Canon-Werkstatt zu bringen.

Tatsächlich brachte mich keine der Empfehlungen weiter. Auf den Drucker während einer Reparatur bei Canon womöglich wochenlang zu verzichten, erschien mir auch nicht gerade attraktiv. Also schnappte ich mir einige Ausdrucke und ging zum Computer-Händler meines Vertrauens, bei dem ich das Gerät auch gekauft habe.

Mein Händler hörte und sah sich die Sache an, verdächtigte den Druckkopf als Übeltäter, stellte fest, dass ein neuer ca. 140 Euro kosten würde und empfahl mir den Druckkopf einfach mal selbst mit destilliertem Wasser zu reinigen. Als ich ihm sagte, dass ich mich niemals an den Ausbau herantrauen würde, demonstrierte er mir an seinem eigenen Drucker im Laden, wo genau der Druckkopf sitzt und wie man ihn sehr leicht herausnehmen kann. Von „Ausbau“ kann bei diesem einfachen Vorgang wirklich nicht die Rede sein.

Man öffnet einfach die Klappe des Druckers, als wenn man eine Tintenkartusche ersetzen wollte, und entnimmt alle Kartuschen. Die Kunstoffschale, in der die Kartuschen sitzen, läßt sich an den Seitenwänden leicht fassen und ohne weitere Umstände herausnehmen. Auf der Unterseite der Kunststoffschale befindet sich relativ unscheinbar, in Form eines metallisch glänzenden Feldes mit feinen, parallelen Schlitzen der Druckkopf.

In einer Salatschüssel habe ich den Druckkopf mit destilliertem Wasser – 5 Liter für 1,25 Euro – übergossen und kurz einweichen lassen. Die ersten beiden „Aufgüsse“ ergaben eine pechschwarze Brühe, der vierte nur noch eine leichte Cyan-Färbung. Anscheinend hatte die Cyan-Tinte das Bauteil am hartnäckigsten verstopft. Nach dieser Handwäsche habe ich den Druckkopf im Freien gut ausgeschlagen und anschließend vorsichtig mit weichem Küchen-Krepp abgetupft, ohne die Metallteile und Kontakte zu berühren. „Eingebaut“ waren Druckkopf und Tinten innerhalb von Sekunden, und dann kam der große Augenblick. Der Drucker nahm wie gewohnt die Arbeit auf. Der erste Ausdruck war noch etwas blass, dann funktionierte aber alles einwandfrei und ich bekam tadellose Ausdrucke.

Zweite Essener Bildungskonferenz – Als meine Bilder laufen lernten

Knappe 90 Jahre nach der ersten Aufführung eines Tonfilms haben auch bei mir die Bilder laufen und sprechen gelernt. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für mich. Auch wenn noch einiges ruckelt und wackelt… das ist der Weg.

Photo Mechanic zum Sonderpreis

Seit ich professionell fotografiere, habe ich meine Fotos im Windows-Explorer gesichtet und mit dem Programm ImageArchivist beschriftet. Schon lange war mir klar, dass der Windows-Explorer eigentlich viel zu langsam und zu unpraktisch ist für die Mengen an Fotos, die bei mir an vielen Tagen anfallen.  Und auch ein neues Beschriftungsprogramm war schon lange überfällig. Für den ImageArchivisten gibt es seit Jahren keine Updates und keinen Service mehr. Es fällt allerdings nicht leicht, Arbeitsabläufe aufzugeben, die nach vielen Jahren nahezu automatisch ablaufen. Vor ein paar Tagen bekam ich jedoch den Hinweis, dass eine Version des Programms Photo Mechanic, das von sehr vielen Kollegen benutzt wird,  zur Zeit zum Sonderpreis von 60 Dollar angeboten wird, weil die Herstellerfirma Camera Bits ihr 15-jähriges Bestehen feiert. Ich habe mir heute die Demoversion herunter geladen und nach kurzem Testen sofort eine Lizenz gekauft.

Das Programm zeigt schneller als alle mir bekannten Konkurrenzprodukte die auf einer Speicherkarte vorhandenen Fotos, RAWs und JPGs, an – in allen möglichen Darstellungsvarianten.  Die Bilder können mit Hilfe von Sternchen oder Farben in Qualitätsklassen sortiert und genau so schnell und einfach beschriftet werden. Leider gibt es Photo Mechanic immer noch nicht auf Deutsch, und ich werde mich einige Stunden durch das englische Handbuch wühlen müssen. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit lassen sich mit dem neuen Programm aber nach jeder Fotoprobe garantiert 1-2 Stunden einsparen. Und da die Fotobearbeitung bei mir meistens nachts stattfindet, weil der Abnehmer die Ergebnisse in der Regel am nächsten Morgen bei Arbeitsbeginn auf dem Rechner haben möchte, bedeutet das, 1-2 Stunden länger schlafen zu können. Das ist doch was!